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Wiener Büromarkt, Frühjahr 2017

(Text übernommen aus dem Büromarktbericht von EHL Immobilien, Frühjahr 2017)

Der Wiener Büromarkt präsentierte sich 2016 aufgrund des gestiegenen Angebots an modernen Büroflächen deutlich aktiver als in den Jahren zuvor. Verantwortlich dafür waren u.a. große Vorverwertungen in Neubauprojekten. Dieses Jahr steigt die Neuflächenproduktion auf 160.000 m2 und wird sich 2018 mit ca. 330.000 m2 nochmals verdoppeln.

Die Vermietungsleistung ist stark gestiegen und lag 2016 bei 300.000 m2. Aufgrund der gut gefüllten Pipeline und der starken Nachfrage wird für 2017 wieder ein ähnlich gutes Ergebnis mit einer Vermietungsleistung von ca. 280.000 m² erwartet.

Aus diesem Grund wird ein Rückgang der Leerstandsrate bis Mitte 2017 auf 5,4 Prozent erwartet. Weiter stark präsentiert sich die Nachfrage in den etablierten Clusterregionen und Stadtentwicklungsgebieten wie z.B. rund um den Hauptbahnhof mit dem QBC und THE ICON VIENNA oder auch in der Region Messe/Prater, wie z.B. im Denk Drei und im messecarree Wien.

Da der Großteil der Vermietungen auf die neu errichteten, durchwegs hochpreisigen Projekte entfällt, ist auch ein leichter Anstieg der Durchschnittsmiete auf 14,25 EUR/m2 zu verzeichnen.

19/04/17



Mehr Office-Nachfrage in Wien - Im 3. Quartal Vermietung verdreifacht

(VON GERHARD RODLER, zitiert aus immoflash today vom 18.10.2016)

Das dritte Quartal 2016 war laut CBRE am Wiener Büromarkt das stärkste seit dem vierten Quartal 2012: von Juli bis September wurden ca. 112.000 m² Büroflächen vermietet, rund 12 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2015 und mehr als dreimal so viel wie im dritten Quartal 2015.

Dienstleister waren 2016 am aktivsten und haben rund 34 Prozent der neu vermieteten Flächen übernommen, gefolgt vom öffentlichen Bereich (26 Prozent) und Handel (18 Prozent). Die Spitzenmieten in der Wiener City liegen stabil bei 26,00 Euro/m²/Monat, während die Leerstandsrate aufgrund des nach wie vor limitierten Neuflächenangebotes auf 5,6 Prozent fiel.

Für das vierte Quartal 2016 werden Fertigstellungen von ca. 45.000 m² erwartet, die allerdings bereits zum Großteil vor-vermietet sind. Daher wird die Vermietungsleistung im letzten Quartal des Jahres voraussichtlich auf ähnlichem Niveau wie in den ersten beiden Quartalen 2016 bei rund 60.0000 m² liegen. Während die Spitzenmiete stabil bleiben dürfte, könnte die Leerstandsrate bis zum Jahresende noch weiter sinken.

Brachte das zweite Quartal 2016 mit rund 807 Millionen Euro einen Rekordwert, so sind die Immobilieninvestitionen im dritten Quartal auf ca. 301 Millionen Euro zurückgegangen und liegen somit rund 54 Prozent unter jenen des Ver-gleichszeitraumes 2015 (ca. 654 Millionen Euro). Insgesamt wurden von Januar bis September 2016 Euro 1,7 Milliar-den in österreichische Immobilien investiert, im Jahr 2015 waren es im selben Zeitraum knapp unter 2,0 Milliarden Euro.

Investiert wurde im dritten Quartal 2016 vor allem in Büros (45 Prozent) sowie in Mixed Used Immobilien (31 Prozent). Dies bedeutet eine Fortsetzung des Trends des ersten Halbjahres - Büros sind 2016 die beliebteste Assetklasse. Im drit-ten Quartal 2016 waren mit ca. 78 Prozent vor allem die österreichischen Investoren sehr aktiv.

21/10/16



Salzburg: Wissenspark Urstein nimmt Fahrt auf

(von Gerhard Rodler, zitiert aus IMMOFLASH vom 4.2.2016)

Vor drei Jahren wurden die Arbeiten am Wissenspark Urstein bei Salzburg durch wirtschaftliche Probleme das damaligen - kirchennahen - Investors (der unter andrem auch die Linzer AREV geschluckt hatte) plötzlich gestoppt. Jetzt geht es aber beim Wissenspark Urstein in der Gemeinde Puch unter neuer Flagge zügig voran.

Dort entstehen mit einer Investitionssumme von 100 Millionen Euro im Auftrag der SAPEG (Salzburger Projektentwicklungs GmbH) neben der Fachhochschule Salzburg sechs Bauteile mit einer Gesamtfläche von 42.000 m².

Bereits Ende Februar dieses Jahres soll Bauteil D im Rohbau fertig sein und Bau-teil C im Sommer. In beiden werden junge Startup-Unternehmen im Umfeld der FH optimale Bedingungen vorfinden. Der Abschluss der Arbeiten an der Tiefgara-ge, die über 750 Stellplätze verfügen wird und eine Größe von 2,7 Hektar auf-weist, ist für April geplant. Während die Bauteile A und B einstweilen zurückge-stellt sind, wird Bauteil E für das Hilfswerk Salzburg errichtet, das dort mit der Zentrale voraussichtlich im Herbst 2017 einziehen wird. Bauteil F steht unter dem Titel "Bildung" und ist derzeit für eine neue Wirtschaftshochschule, die mit einem zusätzlichen Standort in Berlin geplant ist, reserviert.

Nach einer dreijährigen Pause wurden die Bauarbeiten beim Wissenspark Urstein im November vergangenen Jahres wieder gestartet. Durch den neuen Projektbe-treiber SAPEG, hinter den die Salzburger Immobilientreuhänder GmbH Stiller & Hohla und das Hilfswerk Salzburg stehen, bleibt auch die Wertschöpfung im Land und es können wertvolle Arbeitsplätze gesichert werden. Mit den Bauarbei-ten wurde die ARGE der Salzburger Bauunternehmen Spiluttini (St. Johann i. Pg.), Doll (Seekirchen) und Herzog (Zell am See) beauftragt.

05/02/16



Wenig Büroangebote in Wien

(von Gerhard Rodler, zitiert aus IMMOFLASH vom 28.09.2015)

Stimmungsbarometer zeigt positives Bild

Ein weiter sinkendes Angebot an neuen Flächen, etwas mehr Vermietung als im Vorjahr, sinkende Renditen und leicht steigende Mieten: Das sind die Kerndaten aus dem vorliegenden 30. Büromarktbericht der OTTO Immobilien Gruppe, der heute, Montag, vor Journalisten präsentiert wurde. Als positiv beobachtet man die Stimmung am Büro- und Invest-mentmarkt: der neue "Stimmungsbarometer" von OTTO Immobilien, eine Befragung von 13 relevanten nationalen und internationalen Playern, habe dies klar gezeigt. Die Vermietungsleistung sehen die Experten von Otto Immobilien mit 230.000 m² für heuer etwas höher als 2014. Vor allem bei Flächen bis 500 m² bzw. über 1000 m² gebe es eine große Nachfrage. Bürostandorte mit hoher Aktivität waren 2015 der neue Hauptbahnhof, die Innenstadt und die Donau-City, berichtet Alexander Fenzl von Otto Immobilien Gewerbe. Das Angebot an neuen Flächen ist laut Otto Immobilien mit 130.000 m² weiter gering, zumal der Großteil eigengenutzte Flächen sind.

Besonders Erstbezugsflächen in neuen Flachbauten im mittleren Preissegment sind laut Büromarktbericht stark nach-gefragt, in diesem Segment gebe es derzeit kaum freie Flächen. Für 2016 erwarten die Experten von Otto Immobilien den geringsten Zuwachs an Büroflächen seit Aufzeichnungsbeginn. Erst 2017 sollte das Fertigstellungsvolumen wieder steigen. Besonders knapp ist das qualifizierte Flächenangebot von mehr als 4.000 m². "Lediglich fünf Büroimmobilien in Wien erfüllen die nachgefragten Mindestkriterien, wie etwa ein moderner Gebäudezustand mit Kühlung und fußläufi-ger U-Bahnanbindung", so Fenzl.

Leicht steigend präsentieren sich aktuell die Büromieten, die im Durchschnitt bei derzeit 13,50 Euro pro m² liegen, heißt es im Büromarktbericht weiter. Gegenüber dem Vorjahr sind auch die Spitzenmieten angestiegen und rangieren aktuell bei 25,75 Europro m². Erfreuliche Entwicklungen sieht man für die auf den Gesamtmarkt bezogene Leerstandsquote, die - vor allem aufgrund des geringen Fertigstellungsvolumens - heuer leicht sinken wird. Vom Leerstand betroffen sind laut Büromarkt-Bericht weiterhin vor allem ältere und nicht mehr marktkonforme Flächen.

29/09/15



Vorarlberger Wirtschaftspark

(zitiert aus immoflash today vom 19.02.2015)

Fertigstellung der ersten Phase der Revitalisierung von Gerhard Rodler

Die Neugestaltung des Büro- und Dienstleistungsstandorts "Vorarlberger Wirtschaftspark" geht in die finale Phase. Im ersten Gebäude (VWP I) haben in den vergangenen Wochen 18 Unternehmen ihre neuen Büroräumlichkeiten bezogen. Die Arbeiten beim zweiten Gebäude (VWP II) laufen und werden im Sommer abgeschlossen.

Der neue Vorarlberger Wirtschaftspark besteht aus dem viergeschossigen, nach Süden ausgerich-teten Bauteil der ehemaligen PERMA-Kleiderwerke mit einer Nutzfläche von rd. 4.100 m² (VWP I).

Die Weiterentwicklung und Planung des Standortes steht unter dem Fokus, den Charme und Cha-rakter der geschichtsträchtigen Bausubstanz zu erhalten und in der Außenwirkung weitestgehend unverändert zu belassen. Für die nachhaltige Etablierung und Adressbildung wurden im Bereich der neuen Eingangsportale architektonische Highlights gesetzt. Als zentrale Infrastruktur gibt es in diesem Gebäude künftig eine überbetriebliche Kinderbetreu-ung. Das Gebäude ist zur Fertigstellung bereits zu über 90 Prozent ausgelastet.

24/02/15



Marktbelebung für Wiener Büromarkt erwartet

(zitiert aus Die Presse, Fokus: Büros vom 28.03.2014)

Prognosen: Der Wiener Büromarkt präsentiert sich laut jüngsten Marktberichten in einer robusten Verfassung. Die Mietpreise werden dennoch kaum steigen.

Einen "moderaten, aber nachhaltigen Erholungskurs des Wiener Büromarktes" konstatierte EHL-Chef Michael Ehlmaier bei der Präsentation des jüngsten Büromarktberichts von EHL. Als Indizien führt der Immobilienberater unter anderem die leicht sinkenden Leerstandsraten und eine steigende Vermietungsleistung an. Erstere sollen laut Prognosen heuer unter 6,6 Prozent sinken, letztere um vier Prozent auf rund 280.000 Quadratmeter zulegen.

Wieder mehr Umzüge

Auf die Preise dürfte sich das allerdings kaum auswirken. Bei den Durchschnittsmieten wird das derzeitige Niveau von 13,50 Euro pro Quadratmeter erhalten bleiben und auch die Spitzenmieten von derzeit 26 Euro pro Quadratmeter werden stabil bleiben. Die (leichte) Marktbelebung führt EHL einerseits auf das heurige Rekordtief bei der Neuflächenproduktion zurück, zum anderen aber auch auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. "Unternehmen, die in den vergangenen Jahren aufgrund schwieriger Prognosen notwendige Übersiedlungen verschoben haben, blicken nun gestärkt in das Jahr 2014 und beginnen aktiv, nach neuen Objekten zu suchen", so Ehlmaier. Dabei würde man sich wieder vermehrt für hochwertige Flächen im mittel- und hochpreisigen Segment interessieren. Die Nachfrage nach modernen Erstbezugsflächen in Green Buildings sei besonders hoch

Von einem "gesunden Zustand" mit konstanten Mieten, stabilen Preisen und Renditen sowie sinkendem Leerstand berichtet auch Otto Immobilien in seinem Frühjahrsbericht. "Eigentlich müsste der Wiener Büromarkt einen Oscar für seine Beständigkeit bekommen", meint Geschäftsführer Eugen Otto scherzhaft. Im Gegensatz zu EHL erwartet man bei Otto aufgrund des geringen Neuflächenzuwachses von lediglich 110.000 Quadratmetern jedoch mögliche Engpässe: "Da diese bereits zu 75 Prozent vorverwertet sind, wird das Angebot an neuen Flächen heuer knapp. Mietinteressenten mit Bedarf ab 2000 Quadratmeter für 2014 sollten daher rasch agieren", rät Alexander Fenzl von Otto Immobilien Gewerbe.

Auch wenn sich dies nicht unmittelbar auf die Preise auswirken dürfte, müssten Mietinteressenten zumindest damit rechnen, dass die Vermieter solcher technisch erstklassig ausgestatteter Flächen mit guter Verkehrsanbindung in der zweiten Jahreshälfte bei den marktüblichen Incentives auf die Bremse treten werden, meint man bei Otto.

Fertigstellungen 2014

Größere Anmietungen wurden zuletzt im 2nd Central Office in der Lassallestraße (MA 40) oder im Europlaza durch Kapsch registriert. An neuen Flächen hinzu kommen heuer unter anderem die ÖBB-Zentrale auf dem Wiener Hauptbahnhof und das Gate 2 in der Guglgasse, die bereits voll vermietet sind, das Europlaza 5 mit rund 20.000 Quadratmetern sowie die Silo Liesing Offices mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern.

11/04/14



Neuer "Linus Business Tower" in Linz

(zitiert aus "immoflash today" vom 28.11.2013)

Mit einer Höhe von 73 Metern und ca. 10.000 m² nutzbarer Fläche wird der neue Linus Busi-ness Tower ein echtes Landmark in Linz. Die erste Bauetappe, der Bau der Tiefgarage, die insgesamt 160 Stellplätze umfassen soll, wird planmäßig Ende des 1. Quartals 2014 starten.

Die mit der Vermietung und Vermarktung beauftragten Makler orten reges Interesse für die modernen Flächen im Tower: Für zehn der 20 Geschoße werden bereits konkrete Vermie-tungsgespräche geführt. Jede der jeweils 540 Quadratmeter großen Etagen bietet größtmögli-che Flexibilität in der Raumnutzung und kann individuell nach jeweiligen Wünschen geplant werden. Selbst die Zusammenlegung von mehreren Geschoßen für größere Unternehmen - mit internen Stiegen verbunden - ist umsetzbar.

Der Linus erfüllt alle Kriterien der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilien-wirtschaft (ÖGNI). Diese Zertifizierung ermöglicht auch einen standardisierten Vergleich der Immobilie auf internationaler Ebene. Die Toplage in unmittelbarer Nähe zum Linzer Haupt-bahnhof und die 100 Prozent nachhaltige Gebäudeplanung bieten optimalen Nutzungskomfort und langfristige Wertschöpfung. Der Linus Business Tower wird weiters über ein modernes Sicherheitskonzept inklusive besetzter Lobby und einer automatischen Steuerung der Lifte verfügen.

30/11/13



Büromarkt in Salzburg, Innsbruck, Graz

(Texte übernommen aus Der Standard vom 7./8. September 2013)

Salzburg: Büromarkt lebt von Umzügen

Weniger Neuansiedlungen, dafür viele Umzüge haben den Salzburger Büroimmobilienmarkt zuletzt geprägt. Die Leerstandsrate hat sich laut dem aktuellen Marktbericht von Hölzl&Hubner Immobilien deshalb auch leicht erhöht. „Es kam zu einer Abwanderung aus Bestandsimmobilien, die nicht ganz aufgefüllt werden konnte“, erklärt Wolfgang Maislinger, Geschäftsführer von Hölzl&Hubner Immobilien. Die Leerstands-rate stieg um 0,4 Prozentpunkte, im Vergleich mit dem Wiener Markt, wo sie sich in Richtung sieben Prozent bewegt, liegt sie nun aber immer noch bei sehr verträglichen 4,45 Prozent. Stark nachgefragt werden nach wie vor Flächen an der Einzugstangente vom Flughafen in den Bezirken Maxglan und Wals. Hier gab es 2012 die meisten Nachfragen und auch die meisten Neuvermietungen, und hier werden derzeit die höchsten Büromieten auf dem Salzburger Markt verlangt, nämlich bis zu 12,50 Euro je Quadratmeter und Monat für Neubauobjekte. Außerdem entstehen hier gerade zwei Gewerbeobjekte, eines mit 4000, eines mit 1700 Quadratmetern.

Firmen brauchen Parkplätze

Dass die teuersten Büroflächen in Salzburg nicht in der Altstadt liegen, erklärt Maislinger damit, dass eine gute Erreichbarkeit mit dem Pkw ein wichtiges Kriterium für Firmen ist – neben einer ebenso wichtigen guten Öffi-Anbindung. Die Nachfrage nach innerstädtischen Flächen ist deshalb „nicht so wahnsinnig groß“, sagt Maislinger. Großes Potential zu Umnutzungen von Büro zu Wohnen oder Hotel ortet der Experte in der Altstadt auch nicht mehr, dieses sei schon in den vergangenen Jahren weitgehen ausgeschöpft worden. Im Schnitt werden derzeit in Salzburg für Büros mit sehr gutem Nutzungswert 11,10 Euro Miete verlangt, für Flächen mit gutem Nutzungswert 8,15 Euro und für Büros mit einfachem Nutzungswert 6,20 Euro. Zugute kommen dem Markt wohl, dass nicht allzu viel gebaut wird – auch wegen der hohen Grundstückspreise. Größtes laufendes Projekt ist der „Competence Pakk“ im Stadtteil Lehen, wo das ehemalige Gelände der Stadtwerke neu bebaut wird. Seit eineinhalb Jahren sind die Arbeiten im Gang, der erste Teil wird gerade finalisiert, berichtet Bernhard Ölz, Gechäftsführer des Vorarlberger Projektentwicklers Prisma Holding. Dabei handelt es sich um ein bestehendes Hochhaus, das revitalisiert wurde und vier Neubauten. Die Fertigstellung des ersten Abschnitts ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

Insgesamt wird es 29.000 m2 an Nutzfläche geben, davon 19.000 m2 als Labor- Ordinations- und Büroflächen für die Schwerpunkte Life Sciences und Kreativwirtschaft sowie 5.000 m2 für Nahversorgung und Wohnbau.

Innsbruck: Stagnation am Gewerbemarkt

Der Gewerbeimmobilienmarkt in Tirol behält sein moderates Tempo bei: Die Preise zeigen kaum Bewegung, auch die Neuflächenproduktion ist überschaubar.

Während der Wohnimmobilienmarkt in Tirol regelmäßig neue Spitzenpreise hervorbringt und die Nachfrage konstant weit über dem Angebot liegt, herrscht am Gewerbeimmobilienmarkt Flaute. Laut Daten des aktuellen Immobilienpreisspiegels der Wirtschaftskammer kosten Büroflächen in Innsbruck 8,5 Euro je Quadratmeter, in Lienz acht Euro und in Kufstein 7,7 Euro. Lediglich Kitzbühel erzielt zweistellige Quadratmeterpreise. Nach einem Preisanstieg von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr kostet der Quadratmeter Büromietfläche aktuell 10,2 Euro. Bis auf diese Ausnahme halten sich die Preise konstant auf niedrigem Niveau. Die Nachfrage ist in diesem Segment auch gering, die Neuflächenproduktion entsprechend niedrig und großvolumige Bauprojekte sind die Ausnahme. Einen Dämpfer könnten die Innsbrucker Büromietpreise mit der in Diskussion befindlichen Zusammenlegung der Polizei-dienststellen bekommen. Derzeit ist die Bundespolizeidirektion Innsbruck auf 15.000 m2 in einem Gebäude in der Kaiserjägerstraße und das Landespolizeikommando Tirol am Innrain auf 9.600 m2 eingemietet. Erfolgt tatsächlich eine örtliche Zusammenlegung, so kämen mit einem Schlag fast 25.000 m2 auf den Markt. Derzeit ist das Projekt allerdings noch in Schwebe. Es gebe nach wie vor keine endgültige Entscheidung, ob die geplante Zusammenlegung in der Kaiserjägerstraße tatsächlich erfolgen werde, heißt es dazu seitens des Objekteigentümers ARE. Zuletzt hat die Innsbrucker Pema-Gruppe nennenswerte Neuflächen auf den Markt gebracht. Insgesamt 21.000 m2 vermietbarer Fläche sind mit dem im Herbst vergangenen Jahres eröffneten Headline-Tower am Bahnhof entstanden. Heute ist der Turm bis auf eine Kleinfläche vollständig belegt. An den Verwertungserfolg des Headline-Towers will die Pema nun rasch mit einem weiteren Turmprojekt in der Amraser Straße anknüpfen: Anfang nächsten Jahres ist Baubeginn für das Geschäfts- und Wohngebäude, die Vorverwertung startet allerdings schon im November. „Geplant ist ein zweiter Turm in ähnlicher Dimension wie Headline in unmittelbarer Nachbarschaft. Wir werden rund 56 Millionen Euro investieren“, so Geschäftsführer Markus Schafferer.

Graz: Büroimmobilienmarkt kaum vorhaden

„Ein Büroimmobilienmarkt ist in größeren Dimensionen in Graz nicht vorhanden. Das war er noch nie – und das hat sich auch in den letzten Jahren nicht geändert“, konstatiert Gerald Gollenz, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögens-treuhänder der Wirtschaftskammer Steiermark. Die klaren Worte, die Gollenz für den Grazer Markt findet, sind wenig überraschend, denn selbst während der Boomzeiten an den Immobilienmärkten galt die Stadt als äußerst schwierig und konservativ. Einen der wenigen Büroneubauten errichtet die ARE derzeit für die Grazer Polizei in der Straßganger Straße. Hier entstehen rund 7000 Quadratmeter Büroflächen sowie eine Raumschießanlage im Dachgeschoß. Der bisherige Standort in der Paulustorgasse 8, ebenfalls ein Gebäude der ARE, wird dafür zum größten Teil aufgegeben. Zwar behält sich die Landespolizeidirektion einen nicht näher definierten Gebäudeteil, der größere Teil wird jedoch nach dem Umzug leerstehen. Derzeit laufen die Nachnutzungsüberlegungen für den Altstandort. Im nördlichen Teil des Stadtentwicklungsgebietes Graz-Mitte, zu dem auch die Reininghausgründe zählen, im Zielgebiet Smart-City, liegt der Schwerpunkt auf Wohnen. Der neue Stadteil erhät jedoch ein markantes Bauwerk: Bis 2017 entsteht hier der Science Tower. „Der Turm wird ein Forschungsstandort für Green Technologies werden. Gleichzeitig entsteht auch eine Energie- zentrale, die die Versorgung für das gesamt Quartier vollkommen energieautark gewährleisten soll“, sagt Bertram Werle, Vorstand der Stadtbaudirektion Graz. Etwa 24 Millionen Euro investiert das Forschungszentrum für integrales Bauwesen (Fibag) demnächst in die Errichtung des Turmes.

07/10/13



Büromarkt in Österreich, 1. Halbjahr 2013

Transparente mit dem Slogan „Büro zu mieten“ sieht man in den Städten Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck zurzeit sehr häufig. Die anhaltende Wirtschaftskrise dämpft die Büroflächennachfrage.

Im größten Büromarkt Wien lag die jährliche Nachfrage nach Büroflächen in den letzten beiden Jahren 2011 und 2012 nur bei jeweils rund 280.000 m² und damit deutlich unter dem Niveau der Jahre vor 2008. Im ersten Quartal 2013 wurden in Wien ca. 50.000 m² Bürofläche neu angemietet (Quelle: Büromarktberichte Gewerbemakler). Der Gesamtbestand an Bürofläche liegt in Wien ca. bei 10,7 Mio. Quadratmeter. Bezieht man die jährliche Vermietungsleistung von ca. 280.000 m² auf den Gesamtbestand, so errechnet sich ein Wert von ca. 2,62 % des Gesamtbestandes, der jährlich neu vermietet wird. Der Büroflächen-leerstand liegt bei ca. 750.000 m² oder ca. 7%.

Für die Städte Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck gibt es keine statistischen Angaben über die Fläche der Büroneuanmietungen.

Der neueste Immobilien-Preisspiegel 2013 des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder gibt Aufschluss über das Mietpreisniveau bei Büroflächen:

Nettomiete / m² pro Monat in Euro für „guten Nutzwert“ (= normal ausgestatteter Büroneubau oder sanierter Altbau, verkehrsmäßig normal zu erreichen) und Veränderung zum Vorjahr in %:

Wien (je nach Bezirk): on 9,00 bis 15,30 (-2,6 bis +13,1 %)

Graz: 8,30 (+2,5 %)

Linz: 8,00 (+3,9 %)

Salzburg: 8,50 (-2,3 %)

Innsbruck: 8,50 (+3,7 %)

09/07/13




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